Willkommen bei der SoLaWi direkt-und-lecker! Wir freuen uns, dass Sie uns besuchen und sich über das Thema „Gemüse vor Ihrer Haustüre“ und die solidarische Landwirtschaft informieren möchten. Viel Spaß beim Lesen & Stöbern!

Blog – Was gibt es Neues auf dem Hof

Oktober – Wintervorbereitung & Mutterkuhhaltung (?)

Der Wald zeigt sich in seinen buntesten Farben, die Tage werden kürzer und die Winterjacke hängt von nun an wieder griffbereit an der Gaderrobe – es ist Herbst geworden 🎃🍂🍁 Ist das das Ende der Gemüsesaison? Nein, denn die Natur beschenkt uns mit reichlich Gemüsesorten die Frost, Schnee und eisigen Böhen trotzen: Lauch, Grünkohl, Merrettich oder beispielsweise Feldsalat können erntefrisch problemlos auf unseren Tellern landen und gut lagerfähige Karotten, Pastinaken, Kartoffeln und vieles mehr bleibt in kalten Gemäuern knackig frisch und ist stets griffbereit. Daher keine Sorge, wir sind bestrebt die natürlichen Gegebenheiten zu nutzen und es wird bis Dezember noch sicher gut gefüllte Gemüsekisten für unsere Mitglieder geben 🙂 Das was nicht genießbar (Reste der Tomaten-, Kürbis-, oder Zucchinipflanze) ist oder für die Einlagerung (bsp. Pastinakenblätter) ab muss lassen wir auf dem Feld als Mulchschicht liegen. So schützt es den Boden vor Errosion und wirkt sich zudem positiv auf den Regenwurmbestand aus. In der kalten Zeit kommt nicht nur die Natur zur Ruhe, sondern auch wir genießen es die Tage mit einer Tasse selbstgepflückten Tee ruhig ausklingen zu lassen. Dennoch kribbelt es ab und an doch noch in den Fingern und so sind wir aktuell auf einer dreitägigen Fortbildung zum Thema „Mutterkuhhaltung“ und informieren uns über Rasse, Ansprüche und Haltung. Super lehrreich und evtl. hilfreich für die Zukunft des Hofs!

September – Permakulturseminar, Urlaubsvertretung & Kartoffelerntefest

Meine Familie ist unschlagbar – erst das Buch „Permakultur“ zu Weihnachten und dann das Seminar „Permakultur“ direkt vor Ort in Österreich bei Sepp Holzer zu meinem 30. Geburtstag 🥰 Unser Fazit: Herr Holzer verdient durch und durch den Titel Agrarrebell. Großflächige Terrassierung, Hügelbeete, weitläufige Teichanlagen und bunte Mischkulturen bestimmen seine Arbeit. Mitgenommen haben wir altbewährtes Saatgut, Pflanzideen und die Gewissheit, dass man mit Vielfalt und Mulchen vieles erreichen kann. Dank der super Urlaubsvertretung durch family und unseren Irchenriethern Mitgliedern war der Ausflug möglich und die Gemüsekisten konnten euch bereitgestellt werden – Merci!

An einem sonnigen Septemberwochenende war es dann soweit: wir haben gemeinsam die Kartoffelernte in einer Rekordzeit bewältigt und uns danach die mitgebrachten Speisen am Kartoffelfeuer schmecken lassen 🤗 die strahlenden Kinderaugen bei der „Kutschfahrt“ auf dem holprigen Kipper und beim Verschlingen des frisch gebackenen Stockbrots waren das i-Tüpfelchen bei diesem Event.

Unser Ingwer – zwar etwas klein dafür scharf & frisch im Geschmack – hauchte in diesem Monat eine exotische Note unseren Gemüsekisten ein.

Ende August – Viele Aktionen und kunterbunte Gemüsevielfalt
Die Gemüsesaison hat mittlerweile die Hochsaison erreicht und beschenkt uns täglich mit der Reifung verschiedenster Gemüsesorten. Zuckermais, bunte Tomatenvielfalt, Brokkoli, Zucchini bis hin zu Edmame landet nun nach und nach in unseren Gemüsekisten.
Dennoch gilt es schon jetzt für den Winter zu planen. So haben wir in den vergangen Tagen fleißig verschiedenste Asiasalate & Zichoriengewächse (z.B. Radiccio, Zuckerhut) gesät und gepflanzt. Doch das ist noch lange nicht alles! Einige Erdbeerjungpflanzen, Johannisbeer- und Himbeersträucher müssen auch in die sommerwarme Erde gesteckt werden, um uns für nächstes Jahr eine frühe und reichliche Ernte zu bescheren.

Neben all den vielen gärtnerischen Tätigkeiten sind wir drauf und dran unseren Anbau im kommenden Jahr effizienter & noch vielfältiger zu gestalten. Dazu steht uns ab jetzt ein am Haus näher gelegenes Grundstück mit anderen Beet- und Fußwegendimensionen zu Verfügung. Ein großes Gewächshaus zur Erntesaisonverlängerung & Bepflanzung mit wärmeliebenden Pflanzen wird das Vorhaben abrunden. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für die große Unterstützung beim Abbau des gebrauchten Gewächshauses, das nun bald „Zeißau“ seine neues Zuhause nennen darf.

Mitte Juli – Zeißau bekommt Zuwachs
Nachdem der Fuchs einen Großteil unserer Hühner geholt hat, haben wir uns dazu enschieden den Hühnerzaun komplett zu reparieren. Kürzlich noch z.T. mit großen Steinen und Holzlatten die Zaunlöcher profisorisch gestopft, steht jetzt ein hoher Zaun der durch versenkte Betonrandsteine jeden Fuchs abhalten sollte. Somit versorgen uns ab jetzt einige Hennen und ein stolzer Gockel mit frischen Eieren.

Auf dem Gemüsefeld steuern wir nun auf die Hochsaison hin – die Gemüsekisten sind bunt gefüllt und erfreuen somit nicht nur den Magen, sondern auch das Auge. Neben den verblühten Pharcelia entfalten nun die Sonnenblumen ihre volle Pracht und runden das Angebot für die zahlreichen Lebewesen auf unserem Feld ab.

Mitte Juni – Das flüssige Gold ist abgefüllt
Anfang Juni war es endlich wieder soweit: die erste Honigernte stand bevor und wir durften wieder in den Genuss kommen, das frische Süße in unsere leeren Gläser zu füllen. Emsig wie die Bienen sind, konnten wir unseren Lagerbestand wieder gut füllen und er steht ab jetzt bereit für Euer morgendliches Honigbrot.
Inzwischen haben die ersten zwei Gemüsekistenchargen bereits ihren Weg zu Euch gefunden und es erfüllt unsere ganze Truppe mit wahnsinnigen Stolz, dass unser Gemüse nun auf Euren Tellern liegt. Ich denke die erste kleine Überraschung mit unserer „fancy“ roten Beete ist uns auch gelungen – also weiter geht’s mit unserer SoLaWi direkt-und-lecker 🙂

PS: auch die ersten Tomaten sind bereits erkennbar.


Ende Mai – Hummeln haben keine Gewerkschaft 😉
Abends um neun Uhr, die Sonne ist bereits untergegangen und wer brummt da noch auf dem Feld und fliegt von Blüte zu Blüte? – Na klar, die Hummel! Dank ihres cleveren Einfalls ihren eigenen Flügelschlag zur Erwärmung zu nutzen, sind sie bereits bei viel niedrigeren Temperaturen als die Bienen unterwegs und „arbeiten“ von den frühen Morgenstunden bis hinein in den späten Abend.
Auf dem Gemüsebeet sind die ersten dicken Knollen, nämlich Kohlrabi und Mairübe schon wohlgeformt. Nur noch ein paar wenige Tage bevor sie vom Beet ab auf unsere Teller können. Die Buschbohnen in lila, grün & gelb sind bereits auch schon gekeimt und prächtig am gedeihen.

Zusammenfassed: das Gemüse steht in den Startlöchern und am Sonntag ist es daher endlich soweit die SoLawi direkt-und-lecker startet – wir freuen uns auf Euer Kommen!


Mitte Mai – Die Eisheiligen sind vorüber
Es scheint als hätte die Natur in diesem Jahr einen Blick in den Kalender geworfen und hat uns pünktlichst zum letzten Tag der Eisheiligen, der „Kalten Sophie“, Frost beschert. Seit dem sonnigen Wochenende scheint jedoch jegliche weitere Frostgefahr gebannt und es gilt für unsere Tomaten, sowie für unsere Gurken, Melonen, Paprika und vieles, vieles mehr: raus aus den engen Pflanztöpfchen und ab in das frische & weitläufige Beet!
Um den Übergang für unsere Jungpflanzen nicht zu abrupt zu gestalten, bietet eine dicke Mulchschicht aus Stroh Standfestigkeit, Wärme, Vorrang gegenüber Unkraut und ist später zudem ein wertvoller Bodenverbesserer.
Neben dem frisch Gepflanzten, wagen sich nach und nach bereits die ersten grünen Triebe der Erdäpfel aus den Boden und der ein oder andere Salatkopf und eine Handvoll knackiger Radieschen sind bereits erntereif.

Ende April / Anfang Mai – Wetterumschwung!
Regen, Hagel & Frost – Mutter Natur zeigt was sie kann. Kaum zu glauben, dass vor wenigen Tagen noch strahlend blauer Himmel über Zeißau stand. Die Tage sind nun trüb, duster, kalt und verregnet und ein starker Hagelschauer hat Teile des Spinats und Salats durchschossen…
Dennoch: es war höchste Zeit, dass der Regen kam! Die Gemüsepflanzen können endlich wieder ihren Durst stillen und sich mit Wasser bis in die obersten Triebspitzen vollsaugen. Das Gras ist nahezu explodiert und man kann ihm täglich beim Wachsen zuschauen. Das erfreut auch unsere Milchkühe, die seit Anfang Mai endlich wieder frisches Gras auf unseren großen Weideflächen unter ihren Füßen spüren dürfen.

April – Wie war das nun jetzt mit dem Osterhasen?
Voller Freude kann ich berichten, dass der Osterhase da war und mir ein altes umfunktioniertes Odelfass, dass einige Jahre in Zeißau sein Dasein fristete, zur Wasserversorgung aufs Feld stellte. Der richtige Hase, nämlich der Feldhase, war nicht da. Er hat dank eines neu installierten Wildzauns von nun an striktes Hoppelverbot 🙂
Der Frühling kommt, wie auch im letzten Jahr, in großen Schritten und schenkte mir bereits die erste Ernte an Löwenzahn für eine farbenfrohe Teemischung an eisigen und trüben Wintertagen. Auch die Kartoffeln in den wildesten Farben – gelb, lila & rot – sind bereits gesteckt und Paprika, Aubergine, Tomate, Physalis uvm. sind kaum noch in ihren Pflanztöpfchen zu halten.

Mitte April – Ja, der Frühling kommt!
Neben dem Gemüsefeld umsorge ich auch noch einen Teil unseres Hausgarten und dieser hat uns heute den ersten frischen, saftig grünen Salat aus dem Garten geschenkt – herrlich (Asia Blattsalat). Unter argwöhnischen Blicken habe ich ihn neben Kopfsalat bereits Ende Februar / Anfang März gepflanzt und siehe da – eine Mulchschicht aus eigenem Stroh und eine Vliesabdeckung ermöglichen eine frühzeitige Ernte. Auch unsere Radieschen sind bereits im Garten gekeimt. Ein Blick aufs Feld bringt mich ebenfalls zum strahlen: Die Keimlinge meiner gesäten Bienenweide ragen mit ihren ersten zarten Keimblättern aus der kargen Erde.

Anfang April – der Frühling kommt?
Was ist der Nachteil an einem Feld Nahe des Waldes? Genau – Der Feldhase! Er hat uns einen Besuch abgestattet und sich an einigen Pflanzen genüsslich den Magen voll geschlagen. Was tun? – Ganz gemäß der Jahreszeit kommt ein Vlies in Einsatz. Neben den Rückschlägen gibt es auch erfreuliche Neuigkeiten – unsere gepflanzten heimischen Hecken, zeigen die ersten Blätter 🙂

Ende März – Die ersten Pflanzen kommen aufs Feld
Endlich stimmen nun auch die Bodenverhältnisse, um das Gemüsefeld für dieses Jahr vorzubereiten. Es dauert nicht lang und sobald die ersten Beete angelegt sind, starten wir mit Vollgas in die erste Saison: Mangold, Kohlrabi, Blumenkohl, rote Beete, Zwiebel und Knoblauch. Zudem säe ich eine Mischung für unsere Insekten, damit das braune Erdreich bald viel bunter erscheint.

Mitte März – endlich geht es los!
Die ersten Sonnenstrahlen locken die Pflanzen aus Ihrem Winterschlaf und freudiges Vogelzwitschern treibt uns auf das Gemüsefeld. Die zum Teil noch frostigen Nächte schränken die Gemüsebepflanzung zwar noch etwas ein aber das hindert uns nicht daran unseren zukünftigen Helfern ein sicheres Dach über den Kopf zu bereiten. Jedes Vogelhaus ein Unikat, da gehämmert, gedrechselt, oder gesägt – ein großen Dank an dieser Stelle für die tüchtigen Erbauer, die mir mit diesen Vogelhäuschen ein unvergessliches Geburtstagsgeschenk machten 🙂